Willensnation wider Willen
Roman Bonderer

Willensnation wider Willen

Die medialen Konflikte in der Entstehungszeit des Schweizer Nationalstaats (1830–1857)

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Dieser Artikel erscheint am 14. Dezember 2020 ca. 75.00 CHF Erscheint: 14.12.2020
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Die Schweiz wird seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gerne als Willensnation bezeichnet. Dabei schwingt die Vorstellung mit, dass ein Wille zu Einigkeit und Brüderlichkeit letztlich schon in der DNA der Alten Eidgenossen angelegt gewesen sei und bis heute fortexistiere. Doch davon kann für die Jahrzehnte, die für die Entstehung des modernen Bundesstaats entscheidend waren, keine Rede sein: Der Autor zeigt anhand von Zeitungen, die als wichtigste Plattformen der vorbundesstaatlichen Konflikte gelten können, dass unterschiedliche Geschichtsbilder bestanden, die ihrerseits mit abweichenden nationalen Visionen verknüpft waren. Er bezieht den Faktor Konfession sowie die unterschiedlichen Vorstellungen von tugendhafter Männlichkeit mit ein und eröffnet so neue Einblicke in die komplexe Vorgeschichte des Schweizer Bundesstaats.

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Bibliographische Angaben

Seitenanzahl 456 arabisch
Format 22.4 x 16 cm
Bindung Buch, Gebunden
ISBN 978-3-7965-4243-5
Erscheinungsdatum 14.12.2020

Autor/in

Roman Bonderer hat in Bern Geschichte und Germanistik studiert und im Rahmen des SNF-Projekts «Der neue Bürger und die neue Politik: Mediale Konstruktionen in Predigt und Presse in der deutschsprachigen Schweiz (1830–1850)» promoviert. Seit 2020 unterrichtet er Geschichte am Gymnasium Neufeld in Bern.