Die Zeichnungen von Hans Holbein dem Jüngeren und Ambrosius Holbein
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Die Bestände alter Zeichnungen im Basler Kupferstichkabinett gehen im wesentlichen auf die Sammeltätigkeit von Basilius Amerbach (1533-1591) zurück. Sie waren Teil des Amerbach-Kabinetts, das neben der vom Vater Bonifacius Amerbach (1495-1562) ererbten Bibliothek Kunstwerke beinahe aller Gattungen sowie Naturalien vereinte. Etwa zwei Drittel der über 2000 Altmeisterzeichnungen im Kupferstichkabinett Basel stammen aus dieser Sammlung, die 1661 von der Stadt Basel angekauft und der Universität übergeben wurde. Auf diese Weise konnte sie vor der Zerstreuung bewahrt werden. Schon ab 1662 war sie der Öffentlichkeit zugänglich und zunächst in einem Annexbau des Münsters und ab 1671 zusammen mit der Universitätsbibliothek im Haus «Zur Mücke» am Münsterplatz untergebracht.

Auch spätere Erweiterungen, vor allem durch die Übernahme des Museum Faesch 1823, vermochten den Charakter der Zeichnungssammlung nicht wesentlich zu verändern. Sammlungspolitisch blieben bis heute die grossen Zeichnungsgruppen wirksam: im 15. und frühen 16. Jahrhundert die Zeichnungen Hans Holbeins d.Ä. und seiner Werkstatt, des davon abhängigen Goldschmiedes Jörg Schweiger und die anonymen oberrheinischen Goldschmiederisse. Tilman Falk veröffentlichte sie zusammen mit den Arbeiten von Ludwig und Martin Schongauer 1979 in Teil 1 des Kataloges der Zeichnungen. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts ragen Albrecht Dürer, Hans Baldung Grien, Hans Holbein d.J. und die Schweizer Urs Graf und Niklaus Manuel jeweils mit grossen Werkgruppen hervor. Diese Zeichnungen sowie die anonymen, die niederländischen und italienischen Blätter aus demselben Zeitraum sollten in Band III,2 veröffentlicht werden. Die Entscheidung diesen aufzuteilen und Hans Holbein d.J. und Ambrosius Holbein einen Teilband zu widmen, erschien wegen des Umfanges des Materials und der Bedeutung der Künstler sinnvoll. Der vorliegende Band III, 2A enthält nun alle Zeichnungen von Hans und Ambrosius Holbein sowie die Arbeiten aus ihrer Werkstatt, ihrem Umkreis und von Nachfolgern, die im Kupferstichkabinett Basel aufbewahrt werden. Dem Prinzip von Band III,1 folgend, sind sämtliche Zeichnungen abgebildet. 

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Bibliographische Angaben

Seitenanzahl 317 arabisch
Info: mit 337 Nummern und 370 Abbildungen, davon 10 ganzseitige Farbtafeln
Bindung Buch, Leinen mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-7965-0749-6
Erscheinungsdatum: 01.01.1996

Autor/in

Der Bearbeiter:

Dr. phil. Christian Müller, geboren 1952 in Leipzig, ist seit 1985 am Kupferstichkabinett Basel tätig. Hier war er zunächst im Rahmen eines Forschungsprojektes des Schweizerischen Nationalfonds mit der Bearbeitung der Altmeisterzeichnungen befasst. Seit 1991 ist er Konservator am Kupferstichkabinett Basel.