Eine Stadt der Frauen
Heide Wunder, Susanna Burghartz, Dorothee Rippmann u.a. (Hg.)

Eine Stadt der Frauen

Studien und Quellen zur Geschichte der Baslerinnen im späten Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit (13.-17. Jh.)

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Anders als in Christine de Pizans «Stadt der Frauen» geht es in diesem Band um wirkliche Frauen, nicht um einen utopischen Entwurf. In Basel, einer bedeutenden Stadt des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Europa, lassen sich sehr unterschiedliche und vielfältige Lebensmöglichkeiten und Erfahrungen von Frauen beobachten: Klosterfrauen und fromme Bürgerinnen, geschäftige Kaufmannsfrauen, arme Handwerkerinnen und reiche Patrizierinnen treten in ihren jeweiligen Handlungsräumen hervor; die rechtliche Stellung der Baslerinnen und die sich wandelnde Rolle der Ehe in der Reformation bilden weitere Themenschwerpunkte. Die eindringlichen Studien zu den einzelnen Aspekten zeigen zugleich exemplarisch, wie die Quellen mit den Fragen der Geschlechtergeschichte befragt und ausgewertet werden können. Ein ausführliches Literaturverzeichnis bietet die Möglichkeit, diesen Fragen weiter nachzugehen.

Inhalt:

Heide Wunder, Basel – eine Stadt der Frauen

Teil 1: «Fromme Frauen»

Brigitte Degler-Spengler, Die Basler religiösen Frauen im Mittelalter

Anna Rapp Buri, Monica Stucky-Schürer, Die Brandin. Vergabungen und religiöse Stiftungen einer frommen Witwe

Teil 2: Arbeit, Überleben und Selbstbehauptung

Katharina Simon-Muscheid, Frauenarbeit und Delinquenz im spätmittelalterlichen Basler Textilgewerbe

Dorothee Rippmann, Frauen in Wirtschaft und Alltag des Spätmittelalters. Aufzeichnungen des Kaufmanns Ulrich Meltinger

Teil 3: Ehe. Konzepte und Realitäten

Christine Christ-von Wedel, «Praecipua coniugii pars est animorum coniunctio». Die Stellung der Frau nach der «Eheanweisung» des Erasmus von Rotterdam

Hans-Rudolf Hagemann, Heide Wunder, Heiraten und Erben: das Basler Ehegüterrecht und Ehegattenerbrecht

Susanna Burghartz, Ehen vor Gericht. Die Basler Ehegerichtsprotokolle im 16. Jahrhundert

Sabine Lorenz, «Es ist ein Ewiges in jedem Gesicht». Ehepaarporträts des 16. Jahrhunderts als historische Quelle

Teil 4: Frauenbriefe. Stimmen der Frauen?

Martin Steinmann, Frauenbriefe des 16. Jahrhunderts in der Basler Universitätsbibliothek

Hans R. Guggisberg, Grüße aus der Fremde. Drei Briefe der Dienstmagd Sara Castaglio aus Duisburg an ihren Vormund, Basilius Amerbach, und an ihre Mutter in Basel, 1578-1580

Andreas Staehelin, Das Ehepaar Anna Maria Falkner und Johann Rudolf Wettstein im Spiegel seiner Briefe 

Bevorstehende Veranstaltungen

Bibliographische Angaben

Seitenanzahl 292 arabisch
Info: mit zahlreichen Abbildungen
Bindung Buch, Broschiert
ISBN 978-3-7965-1293-3
Erscheinungsdatum: 01.01.1995

Autor/in

Die Herausgeberin:

Heide Wunder ist Professorin für Sozial- und Verfassungsgeschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Gesamthochschule Kassel.

Die vorliegende Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit:

Susanna Burghartz, Lektorin am Historischen Seminar der Universität Basel, Dorothee Rippmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Baselbieter Geschichte und Katharina Simon-Muscheid, Lektorin am Historischen Seminar der Universität Basel.