Genomanalyse und Gentherapie: Medizinische, gesellschaftspolitische, rechtliche und ethische Aspekte
Medizinische Forschung
Herausgegeben von Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, Ernst Mutschler, Paul Schölmerich u.a.
10 Christian Rittner, Peter M. Schneider, Paul Schölmerich (Hg.)

Genomanalyse und Gentherapie: Medizinische, gesellschaftspolitische, rechtliche und ethische Aspekte

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Aus dem Vorwort:

„Am 24. Januar 1997 veröffentlichten fünf angesehene Vertreter von Wissenschaftsorganisationen in der Wochenzeitschrift „DIE ZEIT“ „Ein Manifest gegen den Niedergang in der Forschung“ in Deutschland, in dem sie u.a. schreiben, dass die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in der Bundesrepublik in weniger als einem Jahrzehnt um mehr als ein Viertel auf 2,2 Prozent des Bruttoinlandproduktes gesunken sind. Gerade in Krisenzeiten wie heute sei in der Bildungs-, Forschungs- und Wissenschaftspolitik antizyklisches Handeln notwendig.

Ein solches Handeln der Politik muss nach Überzeugung der Unterzeichner aber von einem breiten gesellschaftlichen Konsens getragen werden, der auf manchen Gebieten der Wissenschaft, so auch der Genomanalyse und Gentherapie, noch nicht erreicht zu sein scheint. Da nur sachliche Information und rationaler Diskurs geeignet sein können, die Kluft zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu überwinden, und oft irrationale Ängste abbauen helfen können, veranstalteten die Unterzeichner am 18. und 19. Oktober 1996 in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz ein Symposium unter dem Leitthema: „Genomanalyse und Gentherapie – medizinische, gesellschaftspolitische, rechtliche und ethische Aspekte“, dessen Ergebnisse im vorliegenden Band niedergelegt sind.“ 

Aus dem Inhalt:

Clemens Zintzen, Akademie der Wissenschaften und der Literatur

Brigitte Klempt, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung

1 Medizinische Aspekte

Friedrich Vogel, Humangenetik und Genomanalyse in Deutschland: Einst und jetzt

Hans Lehrach, Biomed I und II: Aufbau von Genbanken

Markus F. Neurath, Antisense strategies for treatment of chronic intestinal inflammation

Klaus Rajewsky, Tiermodell zur Gentherapie

Roland Mertelsmann, Praxis der Gentherapie in Deutschland

Christoph Huber, Zellzyklus-Regelgene: Störungen bei maligner Transformation und ihre gentherapeutische Beeinflussung

Michael Ludwig, K. Diedrich, Embryonenforschung in Deutschland?

2 Gesellschaftliche Aspekte

Rolf Krebs, Wie geht die Industrie mit den gesellschaftspolitischen Aspekten der Gentechnik um?

Stefan Winter, Integration der molekularen Medizin in das Gesundheitswesen – Herausforderungen für Qualitätssicherung, Gesundheitssystemforschung, ärztliche Selbstverwaltung und Gesundheitspolitik

Wolf-Michael Catenhusen, Genomanalyse und Gentherapie: Gesellschaftspolitische Herausforderung und politischer Handlungsbedarf

3 Juristische Aspekte

Jürgen Simon, Rechtliche Aspekte der Genomanalyse

Jochen Taupitz, Rechte an Zellen, Geweben und Körpermaterial

Hans-Ludwig Kröber, Einwilligungsfähigkeit (informed consent) und Einsichtsfähigkeit in die Ziele der Genomforschung und Gentherapie

Reinhard Grunwald, Patentierung von Genen und Gensequenzen

4 Ethische Aspekte

Hans-Eberhard Wuermeling, Ethische Aspekte der Genomforschung und Gentherapie

Günter Altner, Genomanalyse und Gentherapie – gesellschaftspolitische und sozialethische Aspekte 

Bevorstehende Veranstaltungen

Bibliographische Angaben

Reihe Medizinische Forschung
Seitenanzahl 259 arabisch
Info mit 2 Abbildungen und zahlreichen Tabellen
Bindung Buch, Broschiert
ISBN 978-3-7965-1551-4
Erscheinungsdatum 01.01.1997

Autor/in

Die Herausgeber:

Prof. Dr. med. Christian Rittner, geb. 1938, studierte Humanmedizin in Berlin und Bonn. Er war von 1985 bis 2003 ist Professor und Leiter des Institutes für Rechtsmedizin der Universität Mainz.

Prof. Dr. med. Dr. h. c. Paul Schölmerich ist der ehemalige Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universität Mainz.

Prof. Dr. Peter M. Schneider ist Leiter der Forensischen Molekulargenetik am Institut für Rechtsmedizin der Uniklinik Köln.