Wissen und Erkennen bei Sophokles
Schweizerische Beiträge zur Altertumswissenschaft
Herausgegeben von Leonhard Burckhardt, Ulrich Eigler, Gerlinde Huber-Rebenich u.a.
24 Marina Coray

Wissen und Erkennen bei Sophokles

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Aus der Einleitung:

„In der vorliegenden Untersuchung soll der Frage nachgegangen werden, welchen Einfluss die Sophistik als intellektuelle Bewegung auf die Verwendung der Wissensbegriffe im Athen des fünften Jahrhunderts hatte und wie sich der Wandel der ganzen Begrifflichkeit innerhalb dieses Bereiches, der im fünften Jahrhundert die Platonische Erkenntnistheorie vorbereitet, in literarischen Werken fassen lässt. […]

Um eine möglichst präzise Bestimmung der Begrifflichkeit im Bereich von WISSEN-ERKENNEN unter Berücksichtigung von Traditions- und Zeiteinflüssen zu erreichen, ist es notwendig, diachrone und synchrone Aspekte streng zu trennen. Die Bestimmung der Schärfeprogression der Begrifflichkeitsstruktur im Laufe der Zeit lässt sich grundsätzlich nur dadurch erreichen, dass für verschiedene Epochen ein Wortfeld jeweils neu aufgestellt und untersucht wird, also Wortfelder im Epos (Homer, Hesiod, Kyklos), in der Lyrik, bei den Vorsokratikern, im Drama (vor allem Aischylos, Sophokles, Euripides), in der ionischen und attischen Prosa. Die resultierenden Querschnitte aus den Epochen können dann Aufschluss darüber geben, wie sich die Felder im Laufe der Zeit verändert haben. Da aber dieses Vorgehen wegen der Menge des Materials nicht im Rahmen einer Einzel-Arbeit durchführbar ist, wird die folgende Untersuchung vorerst an einem bestimmten Entwicklungspunkt ansetzten: die Bearbeitung des Wortmaterials bleibt zeitlich auf die zweite Hälfte des fünften Jahrhunderts beschränkt, das Hauptgewicht liegt auf einer einzelnen, repräsentativen literarischen Gattung, dem Drama, und innerhalb dieser Gattung wird ein im Hinblick auf die Zeitströmungen besonders aufschlussreicher Vertreter ausgewählt: Sophokles. […]“ 

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Bibliographische Angaben

Reihe Titel der Reihe - Schweizerische Beiträge zur Altertumswissenschaft
Seitenanzahl 457 arabisch, 31 römisch
Format: 15.5 x 23.5 cm
Bindung Buch, Broschiert
ISBN 978-3-7965-1688-7
Erscheinungsdatum: 01.01.1993

Autor/in

Die Autorin:

Dr. Marina Coray ist Dozentin an der Universität Basel und arbeitet am Basler Homer-Kommentar mit. Die vorliegende Arbeit ist eine leicht überarbeitete Version ihrer Dissertation aus dem Jahr 1992.