Basler Möbelkunst von 1450 bis 1950
Dieter Pfister, Sabine Häberli, Astrid Kübli

Basler Möbelkunst von 1450 bis 1950

2. Auflage
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Die Bedeutung der Schweizer und Basler Möbel wird unterschätzt. Sehr zu unrecht, denn die Substanz an vorhandenen Möbeln ist hochkarätig. Gerade in Basel und der Nordwestschweiz gibt es einige Möbelstücke von nationalem, ja internationalem Rang.
Was die Nordwestschweizer Möbelkunst auszeichnet, ist die Konstanz der gestalterischen und handwerklichen Qualität, die Tatsache also, dass nicht nur über einige Jahrzehnte, sondern über fünf Jahrhunderte Möbel von hohem Rang nachgewiesen werden können. Um nur wenige Namen von Entwerfern und Herstellern zu nennen: Franz Pergo, Johann Heinrich Keller, Melchior Berri, Otto Rudolf Salvisberg.
Die Lage Basels am Schnittpunkt profilierter Kunstlandschaften führt auch in der Möbelkunst zur hier charakteristischen Verschmelzung externer Einflüsse und zu originellen Neuschöpfungen. Der über Jahrhunderte gewachsene kulturelle und materielle Reichtum der Stadt bildet eine weitere Voraussetzung für die anhaltende herausragende Qualität der Möbelproduktion. Denn viele Auftraggeber schätzen das Möbel hoch ein - als Kunstwerk für ihre Sammlungen und zur Repräsentation ihrer politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stellung.
Dass das Schweizer und Basler Möbel oft unterbewertet worden ist, hängt mit dem bisher nur mässigen Interesse von Seiten der Forschung und Vermittlung zusammen.

Dies hat die 1996 gegründete ICOMOS-Arbeitsgruppe Möbel · Interieurs · Schweiz AMIS dazu bewogen, eine Buchreihe zu initiieren. Jeder Band soll ein geographisch und zeitlich in sich geschlossenes Thema behandeln. Band 1 befasst sich mit der Möbelkunst der heutigen Kantone Basel-Stadt und -Landschaft von 1450 bis 1950, wobei der Begriff Möbelkunst andeutet, dass Spitzenwerke im Zentrum stehen.

Das Buch besteht aus drei Teilen: einer Einführung, einer Darstellung der Möbelgeschichte und der Hauptwerke sowie einem Schlussteil, in dem kulturelle, ökonomische und soziologische Zusammenhänge aufgezeigt werden. Der vorliegende Band enthält einige neue Erkenntnisse:
So gelang es, dank umfangreicher Recherchen zehn Möbel aus dem 18. bis 20. Jahrhundert neu zu identifizieren, darunter sogar zwei Möbelpaare. Diese Werke werden hier erstmals veröffentlicht. Zusammen mit den vertiefenden Analysen liefert dieser Band die Grundlage für eine Neubewertung der Basler Möbelkunst der letzten 250 Jahre.  

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Bibliographische Angaben

Seitenanzahl 76 arabisch
Info: mit 38 ganzseitigen Abbildungen
Masse: 23 x 23 cm
Bindung Buch, Broschur mit Klappen
ISBN 978-3-7965-1893-5
Erscheinungsdatum: 21.03.2002

Autor/in

Dieter Pfister, lic. phil., geboren 1955, studierte Kunstgeschichte, Soziologie und Betriebswirtschaft an den Universitäten Basel und Zürich. Seit 1991 ist er selbständig. Er lehrt und forscht an verschiedenen Hochschulen und ist Mitgründer der ICOMOS Arbeitsgruppe „Historische Möbel und Interieurs“ Schweiz AMIS.

Sabine Häberli, lic. phil., studierte Kunstgeschichte, Mineralogie und Archäologie in Basel. Sie war im Historischen Museum Basel, im Kunstmuseum Basel und als wissenschaftliche Assistentin an der Universität Bern tätig. Seit 2013 ist sie Leiterin des Museum Kleines Klingental in Basel.

Astrid Kübli ist Mitarbeiterin bei der ICOMOS Arbeitsgruppe „Historische Möbel und Interieurs“.