Jean-Damien Fleury
échanges
Herausgegeben von Schweizerischer Kunstverein (SKV/SSBA)
Vol. 6 Beate Engel, Sarah Zürcher

Jean-Damien Fleury

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Jean-Damien Fleury hat sich einer plakativen und interaktiven Kunst verschrieben, mit der er direkte Verbindungen zwischen verschiedenen Öffentlichkeiten und Gesellschaftssystemen herstellt. Er setzt dem Image der neutralen Schweiz, der besten und friedlichsten aller Welten, in der Milch und Honig fliessen, andere Realitäten entgegen. Mit seiner Aktion 1 Pain, 2 Prix, die er in Fribourg realisierte, stellte der Künstler sowohl die Macht der Kunst wie die Macht des Kommerz auf den Prüfstand.

Eine Plakatgruppe präsentiert das komplexe Verhältnis zwischen Macht und Ohnmacht. Vier Sicherheitskräfte treten auf einzelnen Plakaten auf, die mit verschiedenen Härtegraden bezeichnet sind: Easy/Medium/Hard/Hero. Während der Polizist in der Easy-Version noch in Vollmontur mit Helm und Schutzschild auftritt, erwartet der Hero den Angriff im schwarzen Overall und mit verbundenen Augen - eine Verkörperung der parteilosen Justitia, des wehrlosen Opfers oder des Affen, der einfach nichts sehen will?
Der Monolog der allgegenwärtigen kommerziellen Plakatwerbung, die die Erfüllung aller Träume propagiert, verwandelt sich bei Jean-Damien Fleurys Plakataktionen in eine provozierende mentale Attacke, in ein Angebot zum Dialog über reale Begebenheiten.  

Bevorstehende Veranstaltungen

Bibliographische Angaben

Reihe Titel der Reihe - échanges
Seitenanzahl 40 arabisch
Info: mit farbigen Abbildungen
Format: 15 x 21 cm
Bindung Buch, Broschur mit Klappen
ISBN 978-3-7965-2041-9
Erscheinungsdatum: 20.08.2003

Autor/in

Sarah Zürcher studierte Kunstgeschichte und Anglistik an der Universität Genf. Sie war u.a. an der Kunsthalle Bern als Assistentin und Kuratorin für Ausstellungen tätig. Seit 2008 ist sie freischaffende Kuratorin und Autorin.

Beate Engel studierte Kunstgeschichte und Anglistik an der University of North Alabama, USA, Yale University, CT und der Universität in Köln. In den Jahren 1999-2004 war sie Leiterin der Berner Stadtgalerie, seit 2010 ist sie Direktorin der Kunsthalle Luzern.