Zeit im Buch
Karl G. Hofbauer, Patrizia Solombrino

Zeit im Buch

Die Sonnenuhren des Johannes Gaupp

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Im Gegensatz zu mechanischen oder elektronischen Uhren, deren Anzeigen auf der Schwingung eines künstlichen Zeitgebers beruhen, hängt der Schattenwurf auf Sonnenuhren von der Rotation der Erde ab. Sonnenuhren geben daher immer die für uns massgebliche, natürliche Zeit an, manche zeigen aber Stunden, deren Bedeutung uns heute nicht mehr geläufig ist.

Johannes Gaupp (1667–1738) war Theologe, Mathematiker und Astronom. Neben seinem Beruf als Pfarrer in Lindau verfasste er Kalender, Berichte über Sonnen- und Mondfinsternisse und ein umfassendes Buch über Sonnenuhren, die Gnomonica mechanica universalis. In diesem 1708 erschienenen Buch erörtert er in allen Einzelheiten, wissenschaftlich fundiert und mathematisch genau, die Grundlagen der Gnomonik, der Wissenschaft von den Sonnenuhren.

Sonnenuhren wurden oft mit Darstellungen versehen, deren Inhalt Bezug zu Zeit und Ewigkeit hat, aber sich nur dem Wissenden erschliesst. Sonnenuhren dienten daher nicht nur zur Zeitmessung, sondern regten stets auch dazu an, über die Bedeutung der Zeit im Allgemeinen nachzudenken. Eine für unsere heutige Gesellschaft äusserst aktuelle Fragestellung wird in diesem Buch im historischen Zusammenhang beleuchtet.

 

      

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Bibliographische Angaben

Seitenanzahl 106 arabisch
Abbildungen 76 s/w, 12 farbig
Masse: 22 x 22 cm
Bindung Buch, Broschiert
ISBN 978-3-7965-2611-4
Erscheinungsdatum: 12.06.2009

Autor/in

Karl G. Hofbauer, geb. 1944, ist Professor für Angewandte Pharmakologie am Biozentrum der Universität Basel. Seit vielen Jahren interessiert er sich für das Wissensgebiet der Zeitmessung. Er besitzt eine umfangreiche Sammlung alter Uhren und Sonnenuhren und hält Vorträge zum Thema im internationalen Raum.

Patrizia Solombrino, geb. 1982, studiert Kunstgeschichte, Italienische Literaturwissenschaft und Allgemeine Geschichte des Mittelalters an der Universität Basel.