Peter Emch Farbholzschnitte
Beiträge aus der Graphischen Sammlung der ETH Zürich
Herausgegeben von Graphische Sammlung der ETH Zürich
Bd. 8 Paul Tanner

Peter Emch Farbholzschnitte

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Es ist nicht das erste Mal, dass Peter Emch (*1945) vorgefundene Bilder in höchst origineller Art und Weise aufnimmt und in eigene Bildschöpfungen umsetzt. In der Serie, die viermal acht Szenen umfasst, hat er kleinformatige, in Tusche und Farbe auf Seide ausgeführte intime Zeichnungen des chinesischen Malers Leng Mei aus dem 18. Jahrhundert (bzw. aus seinem Umfeld) in Farbholzschnitte umgesetzt und als Unikate gedruckt. Es sind regelrechte Coverversions geworden: Allein der Holzschnitt hat einen ganz anderen graphischen Duktus als die mit spitzem Pinsel ausgeführte Tuschzeichnung. Die zarte Kolorierung der Zeichnungen erfuhr im Holzschnitt eine kontrastreiche Umsetzung in eine ganz andere und überraschende Farbigkeit. Mit «Erotischer Schwindel» oder «Ein zweideutiges Angebot» waren zwei von vier Tuschezeichnungen betitelt, die Peter Emch vor Jahren im Museum Rietberg Zürich in der Ausstellung «Liebeskunst» entdeckte. Genau diese Thematik fand der Künstler so anrührend. Eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem chinesischen Maler förderte noch weitere Szenen zutage, aus denen Emch schliesslich vier als Vorlagen auswählte. Darin wird mit viel Unbeholfenheit, Zartheit, aber auch Unentschlossenheit zur Sache gegangen, ganz ohne Brachialität. Darin unterscheiden sich die Bilder gründlich von den pornographischen Szenen, wie man sie von japanischen Holzschnitten kennt.

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Bibliographische Angaben

Reihe Titel der Reihe - Beiträge aus der Graphischen Sammlung der ETH Zürich
Seitenanzahl 52 arabisch
Abbildungen 1 s/w, 34 farbig
Format: 15 x 20 cm
Bindung Buch, Broschur mit Klappen
ISBN 978-3-7965-2655-8
Erscheinungsdatum: 07.12.2009

Autor/in

Paul Tanner, geboren 1951, ist seit 1992 Leiter der Graphischen Sammlung der ETH Zürich. Nach seinem Studium der Kunstgeschichte, der Klassischen Archäologie und der Geschichte an der Universität Basel war er 1980 bis 1982 wissenschaftlicher Assistent, von 1984 bis 1991 Konservator am Basler Kupferstichkabinett.