Die internationale Schweiz in der Zeit des Kalten Krieges / Relations internationales de la Suisse d
Itinera
Herausgegeben von Schweizerische Gesellschaft für Geschichte
30 /2011 Sandra Bott, Janick Marina Schaufelbuehl, Sacha Zala

Die internationale Schweiz in der Zeit des Kalten Krieges / Relations internationales de la Suisse d

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Die enge Verflechtung mit dem Weltgeschehen ist seit langer Zeit fester Bestandteil der Geschichte der modernen Schweiz. Auf politischer, kultureller und wirtschaftlicher Ebene waren die Grenzen stets äusserst durchlässig. Als «kleine, offene Wirtschaftsmacht» orientierte sich das Land bereits seit Anfang des 19. Jahrhunderts stark am Welthandel und spezialisierte sich früh auf die Ausfuhr von Qualitätsprodukten mit hoher Gewinnmarge, wobei der Anteil des Aussenhandels an der nationalen Wirtschaft signifikant hoch war. Auch der schweizerische Finanzplatz positionierte sich spätestens nach dem Ersten Weltkrieg an der Weltspitze. Diese starke Ausrichtung auf die Weltmärkte brachte von Anfang an ein grosses Interesse der schweizerischen Eliten an diplomatischen und politischen Entwicklungen und Verschiebungen in den internationalen Beziehungen zwischen den Grossmächten mit sich. Die Neuorientierung der weltweiten Machtverhältnisse während der Epoche des Kalten Krieges – das heisst während der etwas mehr als vier Jahrzehnte, die zwischen der Verkündung der Truman-Doktrin 1947 und der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 einerseits und der Auflösung des Ostblocks 1989/90 andererseits liegen – betraf deshalb die schweizerische Aussenpolitik und Wirtschaft in besonderem Masse. Die spätestens seit dem Kriegseintritt der (bislang neutralen) USA im Dezember 1941 unter massivem Druck stehende schweizerische Neutralität konnte sich mit der Entfaltung des Kalten Krieges auf dem bipolaren Schachbrett der beiden Machtblöcke neue Tätigkeitsfelder eröffnen, welche die schweizerische Innen- und Aussenpolitik in der Folge stark bestimmen sollten.

Beiträge:

Sandra Bott / Janick Marina Schaufelbuehl / Sacha Zala: Die internationale Schweiz in der Zeit des Kalten Krieges. Eine Zwischenbilanz

Luc van Dongen: La Suisse dans les rets de l’anticommunisme transnational durant la Guerre froide: réflexions et jalons

Marco Wyss: Abhängigkeit wider Willen oder Drang zum Westen? Die einseitigen Rüstungsbeschaffungen und -lieferungen der Schweiz im frühen Kalten Krieg

Mauro Cerutti: Neutralité et sécurité: le projet atomique suisse 1945–1969

Marisa Birri: Der Kalte Krieg war in Afrika ein Heisser. Die Schweiz und der Kongokonflikt 1960–1963

David Gaffino: La Suisse et la course vers la paix au Viêt-Nam: une neutralité encombrante

Isabelle Lucas: Des francs suisses pour soutenir une Argentine libérale non-péroniste: relations économiques helvético-argentines durant les trois premières décennies de la Guerre froide

Martin Kuder: Geld ohne Grenzen: die italienische Kapitalflucht in die Schweiz und der Aufstieg des Tessiner Finanzplatzes   

Bevorstehende Veranstaltungen

Bibliographische Angaben

Reihe Titel der Reihe - Itinera
Seitenanzahl 137 arabisch
Zeichnungen 1
Format: 15.5 x 22.5 cm
Bindung Buch, Broschiert
ISBN 978-3-7965-2727-2
Erscheinungsdatum: 08.02.2011

Autor/in

Die Herausgeber:

Sandra Bott, geb. 1975, promovierte im Jahr 2008 im Fach Geschichte. Sie ist Dozentin an der Universität Lausanne.

Janick Marina Schaufelbuehl, geb. 1973, promovierte im Jahr 2006 an den Universitäten Paris VIII und Lausanne. Sie lehrt am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Lausanne.

Dr. Sacha Zala, geb. 1968, studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Staatsrecht an der Universität Bern und an der University of North Carolina at Chapell Hill. Er ist assoziierter Forscher an der Universität Bern, wo er Wissenschaftlicher Assistent (1998-2002) und Oberassistent für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte (2002-2009) war.