Medienstädte, Kreativmeilen und Netzgemeinden.
Basler Beiträge zur Geographie
Herausgegeben von Rita Schneider-Sliwa
Bd. 52 Holger Floeting

Medienstädte, Kreativmeilen und Netzgemeinden.

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Die Informations- und Kommunikationstechnologien und die Kommunikations- und Medienwirtschaft wurden zu Beginn der 1980er Jahre in deutschen Kommunen als ein Thema der Stadtentwicklung und der kommunalen Wirtschaftsförderung «entdeckt». Ein Blick zurück auf Genese, Ausformung und Erfolgsfaktoren dieser Konzepte erleichtert die Beurteilung neuer wirtschafts- und technologieorientierter Stadtentwicklungskonzepte.

Die Kommunikations- und Medienwirtschaft galt lange Zeit als dynamisch wachsender Wirtschaftsbereich, der sowohl bei den «harten Fakten» (Arbeitsplätze, Umsätze) eine positive Entwicklung versprach als auch bei der Entwicklung des Images als «Medienstadt», «Kommunikationsstadt» oder «High-Tech-Stadt» hilfreich erschien. Seit Beginn der 1980er Jahre sind im Zuge dieser Entwicklungen in deutschen Städten eine Reihe städtebaulicher Projekte realisiert worden, die gezielt die Möglichkeiten neuer Informations- und Kommunikationstechniken einbeziehen und/oder die sich auf die Kommunikations- und Medienwirtschaft konzentrieren. Es entstanden Projekte mit gewerblichem Schwerpunkt, Mischnutzungsprojekte und Wohnflächen mit unterschiedlichen thematischen und strategischen Ansätzen. Zum Teil wurden vorhandene Strukturen oder Entwicklungsansätze (beispielsweise traditionelle Medienstandorte) einbezogen, zum Teil neue Großstrukturen geschaffen.

Eine breiter angelegte systematisierende und vergleichende Analyse derartiger Projekte hat bisher kaum stattgefunden. Auch wenn Einzelkonzepte oder –projekte untersucht wurden, wurden diese zumeist allein als Fallstudien behandelt und nicht miteinander in Beziehung gesetzt. Die Publikation erläutert theoretische und empirische Grundlagen zu den Wirkungen der Informations- und Kommunikationstechnologien im städtischen Kontext und untersucht auf den eigenen Umgang mit den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien. Auf Basis einer ausführlichen vergleichenden systematisierenden Darstellung von Konzepten und Projekten der technologie- und wirtschaftsorientierten Stadtentwicklungspolitik werden kritische Erfolgsfaktoren von Konzepten und Projekten dargestellt. Für ausgewählte Beispiele werden Akteursstrukturen und Vernetzungen zwischen Akteuren vertiefend betrachtet. Die Publikation stellt übertragbare Ergebnisse vor, die unabhängig von der Konzentration auf eine spezifische Leittechnologie oder Leitbranche auch für die Konzeption anderer wirtschafts- und technologieorientierter Stadtentwicklungsvorhaben genutzt werden können.

Aus dem Inhalt:

1 Einführung

2 Wirkungen der IuK-Technologien im städtischen Kontext – theoretische und empirische Grundlagen

3 Informations- und Kommunikationstechnologien und Stadtentwicklung aus Sicht von Stadtplanern und Stadtentwicklungsplanern

4 Technologisch-ökonomischer Strukturwandel

5 Räumliche Entwicklung durch IuK-Technik- und kommunikationswirtschaftsorientierte Stadtentwicklungskonzepte und städtebauliche Projekte

6 Akteursnetze

7 Erfolgsfaktoren

8 Fazit  

Bevorstehende Veranstaltungen

Bibliographische Angaben

Reihe Titel der Reihe - Basler Beiträge zur Geographie
Seitenanzahl 333 arabisch
Format 17 x 24 cm
Bindung Buch, Broschiert
ISBN 978-3-7965-2923-8
Erscheinungsdatum 17.05.2013

Autor/in

Holger Floeting ist seit 1991 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter im Arbeitsbereich Wirtschaft und Finanzen des Deutschen Instituts für Urbanistik in Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Urbane Sicherheit, lokale und regionale Innovations- und Technologiepolitik, wirtschaftlicher Strukturwandel sowie kommunale Wirtschaftsförderung.