Familiennamen im mittelalterlichen Basel
Jürgen Mischke

Familiennamen im mittelalterlichen Basel

Kulturhistorische Studien zu ihrer Entstehung und zeitgenössischen Bedeutung

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Die Ursprünge unserer modernen Familiennamen liegen im Mittelalter. Im 12. Jahrhundert werden Personen nördlich der Alpen meist nur mit einem Rufnamen genannt, im 15. Jahrhundert wird dem Rufnamen stets ein zweiter Name hinzugefügt. Dieser entwickelte sich zum Familiennamen, was zu einigen Fragen sowohl theoretischer als auch kulturhistorischer Natur führt: Wie kann man beispielsweise den sprachlichen Forschungsgegenstand Familienname für eine historische Untersuchung überhaupt methodisch erfassen? Was macht ein bestimmtes Sprachzeichen zum Familiennamen und ist eine Veränderung im Personennamensystem lediglich ein Symptom eines übergeordneten Wandels? Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf den Raum Basel als exemplarische, mittelgrosse nordalpine Stadt des Mittelalters. Sie versucht in diachron besprochenen Schriftquellen die genauen Wege, Formen und Mechanismen der Entfaltung von Zweitnamen zu Familiennamen und deren Verflechtungen zu anderen medialen Repräsentationen von Verwandtschaftsgruppen wie Wappen und Siegeln sichtbar zu machen.

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Bibliographische Angaben

Seitenanzahl 422 arabisch
Abbildungen 61 s/w
Zeichnungen 3
Bindung Buch, Broschiert
ISBN 978-3-7965-3464-5
Erscheinungsdatum: 15.12.2015

Autor/in

Jürgen Mischke studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Basel, an der er mit der vorliegenden Arbeit 2014 promovierte. Zusammen mit Inga Siegfried leitet er das SNF-Projekt Namenbuch Basel-Stadt und ist Lehrbeauftragter für Sprachgeschichte am Deutschen Seminar der Universität Basel. Seine Forschungsinteressen orientieren sich am Spannungsfeld zwischen Geschichts-, Kultur- und Sprachwissenschaft.