Sprache und Übersetzung im Basler Buchdruck bis zum Dreissigjährigen Krieg
Publikationen der Universitätsbibliothek Basel
Bd. 35 Frank Hieronymus

Sprache und Übersetzung im Basler Buchdruck bis zum Dreissigjährigen Krieg

Äusserungen, Absichten und Pläne von Autoren, Übersetzern und Verlegern, gesammelt und zusammengestellt nicht für den Bücherschaft eines hohen geistlichen und nicht zu Ehren eines hohen weltlichen Herrn,

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„Übersetzungen haben von jeher einer weiteren Verbreitung von Werken, ihrem breiteren Verständnis, daneben aber auch, im Vergleich mit dem Original, als Verständnishilfe für dieses und so auch als Einführungshilfe in das Verständnis seiner Sprache gedient. So sind in den ersten Jahrzehnten des griechischen Buchdrucks zahlreiche Werke im Original mit synoptisch gedruckter Übersetzung erschienen, so ist von manchem griechischen Werk eine lateinische Übersetzung vor dem originalen Text, andererseits von Paracelsus manches Werk in lateinischer Übersetzung vor dem deutschen Original gedruckt worden. Ähnlich wollen auch die folgenden Seiten einer Erweiterung der Kenntnis der Verbreitung von allerart Literatur durch Übersetzung, der Absichten, der durch die Inkongruenz der jeweiligen Sprachen entstehenden Probleme und der Leistungen zahlreicher Übersetzer und der Drucker, welche die Verbreitung ihrer Werke ermöglichten, mit Blick auf eine der bedeutendsten Druckerstädte vom Ende des fünfzehnten bis zum Beginn des siebzehnten Jahrhunderts, Basel, dienen. […]

Es handelt sich im folgenden um eine Zusammenstellung von Äusserungen, nicht auf Vollständigkeit der in Basel in der behandelten Zeit erschienenen Übersetzungen hin angelegt, sondern derer, die in bestimmter Beziehung oder in besonderem Verhältnis zum Originaltext stehen oder in denen sich der Übersetzer über seine Sprache oder über das Übersetzen äussert, von Übersetzungen vor allem aus dem Griechischen ins Latein und dem Latein ins Deutsche, aber auch von solchen aus dem Französischen, dem Italienischen oder aus dem Latein ins Italienische, Französische oder gar Hebräische, aus dem Deutschen ins Lateinische. Immer sollten die Übersetzungen der weiteren Verbreitung des Textes sei es gesellschaftlich in einem Sprachgebiet oder, beim Latein, gesamtabendländisch dienen, aber immer stellten sich den Übersetzern auch die Probleme, welche die Inkongruenz der jeweiligen Sprachen mit sich brachte. Eine reine chronologische Ordnung liess sich dabei ebensowenig erstellen wie eine systematische, denn zu vielfältig gefächert und zu vielschichtig sind die Texte und ist die Textwahl der Übersetzer. […]“ 

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Bibliographische Angaben

Reihe Publikationen der Universitätsbibliothek Basel
Seitenanzahl 96 arabisch
Format 21 x 30 cm
Bindung Buch, Broschiert
ISBN 978-3-7965-2114-0
Erscheinungsdatum 01.01.2003

Autor/in

Frank Hieronymus, 1930 in Berlin geboren. Schulbesuch in Berlin, Montreux und Basel. Anschliessend Studium der Klassischen Philologie und Germanistik in Basel und Hamburg mit Promotion in Basel im Winter 1960/61. Nach fünf Jahren Unterricht an Gymnasien und Progymnasien von 1966 bis 1996 Fachreferent an der Basler Universitätsbibliothek u. a. für Klassische Philologie, Humanismus, Kunstgeschichte und Archäologie, von 1974 an auch für Buchwesen.