Das «Methodenkapitel» von Karl Marx
Judith Jánoska, Martin Bondeli, Konrad Kindle u.a.

Das «Methodenkapitel» von Karl Marx

Ein historischer und systematischer Kommentar

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Karl Marx ist aus den politischen Diensten entlassen worden. Die Umwälzungen im «realexistierenden Sozialismus» seit Mitte der achtziger Jahre haben den politisch instrumentalisierten Marxismus zumindest in Europa seinem Ende entgegengebracht und Marx seinen Platz dort angewiesen, wo er seit langem hingehörte: im Kreis der grossen, klassischen Denker des 19. Jahrhunderts. Auch die öffentliche Meinung wird nunmehr akzeptieren, was aufgrund der Wirkungsgeschichte selbstverständlich sein sollte: dass nämlich das philosophische und sozialwissenschaftliche Problembewusstsein unseres Jahrhunderts durch die Züge dieses Denkens unausweichlich mitgeprägt wurde und weiterhin mitgeprägt werden wird.

Marx' Schriften sind, wie diejenigen anderer bedeutender Autoren auch, dem unmittelbaren Verständnis in unterschiedlichem Masse zugänglich. Vor allem die zu seinen Lebzeiten nicht publizierten Arbeiten bedürfen natürlich der Interpretation. Das «Methodenkapitel» stellt in diesem Zusammenhang insofern einen Sonderfall dar, als es einerseits zur fleissig benützten Zitatenquelle dient, andererseits aber als Ganzes noch nicht analysiert wurde. Es ist einer der wenigen Texte, in denen Marx Methodologisches explizit und zusammenhängend erörtert, aber auf dem sehr engen Raum von acht Druckseiten, offenbar zur Selbstverständigung, zum Teil dunkel, mit viel Unausgesprochenem zwischen den Zeilen. Angesichts der Schlüsselstellung dieser Reflexionen für die Geschichtstheorie als auch für die Kritik der politischen Ökonomie war ein ausführlicher Kommentar daher ein Desiderat.

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Bibliographische Angaben

Seitenanzahl 296 arabisch
Info: Mit 16-seitiger Beilage (Methodenkapitel)
Bindung Buch, Gebunden
ISBN 978-3-7965-0956-8
Erscheinungsdatum: 01.01.1994

Autor/in

Die Herausgeber:

Martin Bondeli, geb. 1954, lehrt als Privatdozent für Philosophie an den Universitäten Bern und Fribourg und ist Verfasser mehrerer Bücher zur Philosophie Kants und des deutschen Idealismus. Er ist Herausgeber einer kommentierten Ausgabe der Gesammelten Schriften Karl Leonhard Reinholds.

Judith Jánoska (1931-2007) studierte Philosophie und Romanistik an der Universität Graz. Sie war Professorin für soziologische Theorie an der Universität Bern.

Konrad Kindle ist an der Universität Liechtenstein tätig.

Marc Hofer war von 1989 bis 1996 Assistent am Historischen Institut der Universität Bern. Seit 2013 ist er Stadtarchivar von Olten.