Gescheiterte Stadt- und Landreformationen des 16. und 17. Jahrhunderts in der Schweiz
Basler Beiträge zur Geschichtswissenschaft
Herausgegeben von Caroline Arni, Susanna Burghartz, Lucas Burkart u.a.
170 André Zünd

Gescheiterte Stadt- und Landreformationen des 16. und 17. Jahrhunderts in der Schweiz

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Bis vor kurzem wurde die Reformationsgeschichte in erster Linie als Erfolgsgeschichte dargestellt. Erst seit einigen Jahren ist auch das Scheitern der Reformation in der deutschen Geschichtswissenschaft zum Forschungsgegenstand geworden. Die vorliegende Arbeit untersucht das Nichtgelingen der Reformationsbestrebungen im 16. und 17. Jahrhundert auf dem Gebiet der heutigen Schweiz. Behandelt werden die gescheiterten Stadtreformationen in den Städten Luzern, Zug, Freiburg und Solothurn sowie zwölf gescheiterte Landreformationen, und zwar in Gebieten, die vom Zweiten Kappeler Landfrieden von 1531 ausgenommen worden sind (Freie Ämter, Gaster und Weesen, Rapperswil und Toggenburg), in Gebieten, für die der Zweite Kappeler Landfrieden massgebend war (Baden, Thurgau, Sargans und Rheintal), in reformierten Gemeinden altgläubiger Gebiete, die der Verfolgung ausgesetzt waren (Locarno und Arth) sowie in Fürstbistümern im Kampf gegen neugläubige Tendenzen (Basel und Sitten). Nach der Besprechung von Vergleichskriterien folgen die Diskussion einer These Jacob Burckhardts sowie eine Kritik der vorgeschlagenen Typologien, denen sich ein Plädoyer für ein Modell gescheiterter Stadt- und Landreformationen unter Beizug neuerer sozialwissenschaftlicher Methoden anschliesst.    

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Bibliographische Angaben

Seitenanzahl 308 arabisch
Bindung Buch, Broschiert
ISBN 978-3-7965-1126-4
Erscheinungsdatum: 01.01.1999

Autor/in

Der Autor:

Prof. Dr. oec. et Dr. phil André Zünd hat nach seiner Emeritierung als Professor der Betriebswissenschaft an der Universität St. Gallen (HSG) Allgemeine Geschichte und Historische Hilfswissenschaften an der Universität Zürich studiert. Die vorliegende Arbeit ist seine Dissertation.