Religion und Schweizerische Eidgenossenschaft
Basler Universitätsreden
95 Ulrich Gäbler

Religion und Schweizerische Eidgenossenschaft

Rektoratsrede, gehalten an der Jahresfeier der Universität Basel am 27. November 1998

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Aus der Rede:

„In zunehmendem Masse beherrscht ein Thema die Beschäftigung mit der Schweizer Geschichte. Sowohl im akademischen Bereich wie in einer breiteren Öffentlichkeit verstärkt und vertieft sich die Besinnung auf das «Besondere» dieser Geschichte, auf die historische Dimension der nationalen schweizerischen Identität. Zu dieser Entwicklung haben auch die Jubiläen der Jahre 1291, 1648, 1798 und 1848 beigetragen. Beim Überblicken der Resultate dieses Nachdenkens fällt ein Manko auf. Es hat den Anschein, dass Religion – oder vorsichtiger formuliert – das Religiöse weder in der Schweizer Geschichte noch bei der Ausbildung eines nationalen Bewusstseins eine wesentliche Rolle gespielt hat. […]

In dieser Stunde möchte ich einen Beitrag zur Überwindung dieses Mankos leisten. Indem ich nach der gesellschaftlichen und politischen Rolle von Religion in der Schweizer Geschichte frage, berühre ich zugleich Elemente des Nationalbewusstseins. Denn schweizerisches Nationalbewusstsein richtet sich stets an historischen Daten aus. Das ist nichts Besonderes. Nationalbewusstsein in christlichem oder jüdischem Horizont kommt nie ohne geschichtliche Dimension aus.

Ich möchte das Thema «Religion und Schweizerische Eidgenossenschaft» anhand von vier Entscheidungsjahren der Schweizer Geschichte erörtern. Es sind dies die Jahre 1291, 1531, 1848 und 1939. Einige knappe Bemerkungen zum Abschluss sollen dann die zusammenfassende Antwort auf die Frage nach der Rolle von Religion in der Schweizer Geschichte geben.“   

Bevorstehende Veranstaltungen

Bibliographische Angaben

Seitenanzahl 19 arabisch
Bindung Buch, Broschiert
ISBN 978-3-7965-1329-9
Erscheinungsdatum: 20.09.1999

Autor/in

Der Autor:

Ulrich Gäbler, geb. 1941, studierte Theologie in Wien und Zürich. Im Jahr 1970 wurde er an der Universität Zürich promoviert und war dort Assistent für Kirchengeschichte und Oberassistent am Institut für Schweizerische Reformationsgeschichte. Nach seiner Habilitation in Zürich war er bis 1989 ordentlicher Professor für Kirchengeschichte an der Freien Universität Amsterdam. Seit 1989 ist er Ordinarius für Neuere Kirchengeschichte und Dogmengeschichte an der Universität Basel.