Auge
Jost Benedum (Hg.)
Samuel Thomas Soemmerring

Auge

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Aus dem Vorwort:

„Vorliegender Band 6 der Soemmerring-Edition gehört der Schriftengruppe «Sinnesorgane» an und befasst sich mit den drei wichtigsten Abhandlungen Soemmerrings zur Anatomie und Physiologie des menschlichen Sehorgans. Vorangestellt ist das monumentale Tafelwerk «Abbildungen des menschlichen Auges», das 1801 in Frankfurt am Main erschienen ist und innerhalb der augenanatomischen Darstellungen einen ersten Platz beanspruchen darf. Es folgen zwei Akademieschriften. Die erste «De foramine centrali limbo luteo cincto retinae humanae» wurde 1799 in den «Commentationes Societatis Regiae Scientiarum Gottingensis» vorgelegt und beinhaltet Soemmerrings Entdeckung und Beschreibung der Fovea centralis mit der Macula lutea. Die lateinisch abgefasste Schrift wird hier erstmals in deutscher Übersetzung wiedergegeben. Die zweite Schrift «Über das feinste Gefäßnetz der Aderhaut im Augapfel» wurde 1821 in den «Denkschriften der Königlichen Academie der Wissenschaften zu München» publiziert und weist nicht nur die Kapillaren als Stoffaustauschort nach, sondern stellt zugleich die tiergruppenspezifische Korrelation zwischen Erythrozytendurchmesser und Kapillarlumen auf. Alle drei Abhandlungen dürfen als markante Beiträge auf dem langen Weg zur Erforschung von Bau und Funktion des menschlichen Auges gelten. Am Beispiel dieses «delicaten Organes» bieten sie darüber hinaus die Möglichkeit, einen Einblick in ein Stück lebendige Wissenschaftsgeschichte zu gewinnen und das Ringen der Forschung um Erkenntnis samt Triumpfen und Irrtümern zu verfolgen. Hierzu dienen die jeweiligen Einführungen und die ausführlichen Kommentierungen. […]“ 

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Bibliographische Angaben

Seitenanzahl 322 arabisch
Info: mit 66 Abbildungen und zahlreichen Faksimiles
Bindung Buch, Gebunden
ISBN 978-3-7965-1522-4
Erscheinungsdatum: 01.01.1994

Autor/in

Der Herausgeber:

Prof. Dr. Jost Benedum (1937-2003) studierte Klassische Philologie und später Medizin u.a. an der Sorbonne, der University of London und in Gießen. Von 1978 bis zu seiner Emeritierung hatte er den Lehrstuhl für Medizingeschichte an der Universität Gießen inne.