Hirntod und Organspende
Ethik und Recht
Herausgegeben von Alberto Bondolfi, Kurt Seelmann
Bd. 1 Alberto Bondolfi, Ulrike Kostka, Kurt Seelmann (Hg.)

Hirntod und Organspende

NFP 46

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Band 1:

Zu den Spitzentechnologien der modernen Medizin zählt die Transplantationsmedizin. Schweizerische Transplantationszentren sind seit Jahrzehnten auf diesem Gebiet erfolgreich tätig. Zugleich ist die Transplantationsmedizin ein höchst komplexes medizinisches, ethisches und rechtliches Handlungs- und Problemfeld. Besonders kontrovers diskutiert werden u.a. das Hirntodkonzept und die Frage der Einwilligung zur Organspende. Im Nationalen Forschungsprogramm des Schweizerischen Nationalfonds (NFP 46) in einem interdisziplinären Forschungsprojekt werden ethische und juristische Grundsatzprobleme der Transplantationsmedizin erforscht. Im Rahmen eines Tagungszyklus zu Grundsatzfragen der Transplantationsmedizin wurden Fragen des Hirntodkonzeptes und der Einwilligung zu Organspenden diskutiert. Erörtert wurden auch die Perspektiven der Angehörigen, der Ärzte und Pflegenden und der Gesellschaft sowie die Aufklärung über die Organspende.

Aus dem Inhalt:

Der Hirntod

Silke Bellanger, Aline Steinbrecher und Ulrich Tröhler, Neue Unsicherheiten des Todes – Diskussion um den Hirntod in der Schweiz in den 1960er Jahren

Heinz Angstwurm, Der Hirntod aus ärztlicher Sicht

Pascal Lachenmeier, Postmortale Organspende in der Schweiz

Ralf Stoecker, Die Hirntod-Debatte aus philosophischer Sicht

Raimund Litz, Der Hirntod in der pluralen Gesellschaft

Wolfram Höfling, Todesverständnisse und Verfassungsrecht

Die Leiche und die Organspende

Alberto Bondolfi, Der Status der Leiche im Blick auf die Organentnahme

Hinrich Rüping, Materielles und Immaterielles im strafrechtlichen Schutz der Leiche

Wolfgang Brandstetter, Die rechtlichen Grenzen der Organentnahme aus Leichen zu Transplantationszwecken in Österreich

Annemarie Kesselring und Martina Kainz, Hirntod, Organentnahme und Organspende: Erfahrungen von Pflegenden

Paolo Becchi, Information und Einwilligung zur Organspende. Das neue italienische Gesetz und seine «ewige» Übergangsphase

Sebastiano Martinoli, Aufklärung zur Organspende: Erfahrungen aus dem Tessin

Organhandel

Friedrich-Christian Schroeder, Organhandel – zum Entwurf des Schweizerischen Transplantationsgesetzes

Michael Quante, Auf zum Body-Shop? Einwände gegen die Legalisierung des Handels mit menschlichen Organen  

Bevorstehende Veranstaltungen

Bibliographische Angaben

Reihe Titel der Reihe - Ethik und Recht
Seitenanzahl 259 arabisch
Format: 16 x 23 cm
Bindung Buch, Broschiert
ISBN 978-3-7965-1968-0
Erscheinungsdatum: 18.12.2003

Autor/in

Die Herausgeber:

Alberto Bondolfi, geb. 1946, studierte Philosophie und Theologie an der Universität Freiburg i. Ue. Im Jahr 1977 wurde er im Fach Theologie promoviert. Seit 2003 ist er Professor für Ethik an der Universität Lausanne. Er war Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Biomedizinische Ethik (1990-1996) und Präsident der Europäischen Gesellschaft für ethische Forschung (1995-1999). Des Weiteren ist er Mitglied der zentralethischen Kommission der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften und verschiedener Bundeskommissionen, die sich mit Ethik in der Medizin beschäftigen.

Ulrike Kostka, geb. 1971, studierte Katholische Theologie in Münster und Public Health in Bielefeld. 1999 promovierte sie in Moraltheologie. Von 2001 bis 2005 arbeitete sie an bioethischen Forschungsprojekten des NFP 46 «Implantate, Transplantate» in Basel mit. Von 2003 bis 2005 war sie Wissenschaftliche Assistentin des Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes, 2005 habilitierte sie sich in Moraltheologie an der Universität Münster. Seit 2005 leitet sie die Abteilung «Theologische und verbandliche Grundlagen» sowie das Präsidenten- und Vorstandsbüro des Deutschen Caritasverbands in Freiburg i. Br.

Kurt Seelmann studierte Rechtswissenschaft und Philosophie an der Universität München. Im Jahr 1973 wurde er dort zum Dr. iur. promoviert. Von 1974 bis 1978 war er Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Saarbrücken. In den Jahren 1983 – 1995 war er Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg und seit 1995 ist er Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Basel.