Vogtei Willisau 1407-1798, 3. Halbband: Ergänzungs- und Registerband
III. Abteilung: Die Rechtsquellen des Kantons Luzern. Zweiter Teil: Die Rechte der Landschaft
Herausgegeben von Rechtsquellenstiftung
LU II/2.3 August Bickel

Vogtei Willisau 1407-1798, 3. Halbband: Ergänzungs- und Registerband

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Die Vogtei Willisau entstand 1407, als Luzern in Willisau von den Grafen von Aarberg-Valangin die Herrschaft übernahm. Die Verwaltung des neu erworbenen Besitzes übertrug der Rat der Stadt Luzern jeweils einem seiner Mitglieder auf Zeit. Grundlage beziehungsweise Gegenstand dieser Vogtei bildete ein im 14. Jahrhundert aus verschiedenen Rechten entstandener Güterkomplex. Sein wichtigster Bestandteil - Freiamt und Grafschaft Willisau - war seinerzeit als Pfand von Österreich erworben worden. Aber auch die Stadt Willisau gehörte dazu. Sie stammte ursprünglich samt der Pfarrei Willisau aus dem Allodialbesitz der Freiherren von Hasenburg. Die Kleinstadt Willisau war damals stark herrschaftlich geprägt, und auch unter Luzern blieb ihre Autonomie vergleichsweise bescheiden. Da aber der Vogt bis in die Mitte des

17. Jahrhunderts in Luzern residierte, kam der Stadt Willisau beziehungsweise ihrem Schultheissen und Rat eine Scharnierfunktion in der Landesverwaltung zu. Insofern besass die kleine Stadt innerhalb der Vogtei Willisau doch eine ganz besondere Stellung, die ihr eine günstige Entwicklung ermöglichte.

Luzern hat seine Vogtei Willisau erfolgreich zur Territorialherrschaft ausgebaut. Die verschiedenen Twing- und Gerichtsherren wurden weitgehend zurückgedrängt und die Grenz- und Kompetenzstreitigkeiten mit dem Nachbarstand Bern schliesslich beigelegt. Von allen luzernischen Ämtern - die Bezeichnung Amt, Vogtei beziehungsweise Landvogtei sind weitgehend austauschbar - war Willisau am bevölkerungsreichsten und flächenmässig am zweitgrössten.

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Bibliographische Angaben

Seitenanzahl 659 arabisch, 92 römisch
Bindung Buch, Gebunden
ISBN 978-3-7965-2293-2
Erscheinungsdatum: 01.01.2007

Autor/in

Der Bearbeiter:

Dr. phil. August Bickel ist am Staatsarchiv des Kantons Luzern tätig.