Monopol der Schweizerischen Depeschenagentur (sda) und Übernahmepraxis von Agenturberichten in der P
Studien Qualität der Medien
Herausgegeben von fög - Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft
3/2011 Mark Eisenegger, Sibylle Oetiker, Mario Schranz

Monopol der Schweizerischen Depeschenagentur (sda) und Übernahmepraxis von Agenturberichten in der P

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Medienkrise, journalistischer Ressourcenschwund und Aktualitätsdiktat reduzieren die redaktionellen Eigenleistungen und erhöhen umgekehrt die Abhängigkeit der Redaktionen von fremdproduzierten Medieninhalten, wie sie Nachrichtenagenturen anbieten. Ein solcher Agentureinfluss bleibt für die Medienqualität nicht folgenlos.

Diese Studie befasst sich mit der Übernahmepraxis von Agenturmaterial in der Schweizer Pressearena und analysiert die Auswirkungen des sda-Monopols. Folgende Fragen werden beantwortet:

  1. sda-Monopol: Hat das Inkrafttreten des sda-Monopols im Frühjahr 2010 zu einer Zunahme des sda-Einflusses in der Presseberichterstattung geführt?

  2. Agenturübernahmepraxis: Welche spezifischen Übernahmepraktiken lassen sich beschreiben und wie vertragen sich diese Praktiken mit zentralen journalistischen Qualitätsstandards? Werden Agenturmeldungen transparent gekennzeichnet oder weisen die Medien diese Quellen als eigene Beiträge aus? Mit welchen Verfahren werden Agenturmeldungen mit wenig Aufwand so ‘aufgepeppt’, dass sie den Eindruck redaktioneller Eigenleistung erwecken?

 

Hauptbefunde: Die Analyse zeigt eine signifikante Zunahme des sda-Einflusses in der Pressearena nach der Etablierung von deren Monopolstellung im Frühjahr 2010. Die vergleichende Analyse von Pressetiteln und ihren Online-Pendants zeigt ein fast durchgängiges, schwerwiegendes Qualitätsdefizit der Newssites. Die an ihn gerichteten Erwartungen kann der Onlinenachrichtenjournalismus grösstenteils nicht erfüllen. Die offline vorhandene Qualität, namentlich im Bereich der Abonnementspresse, wird im Onlinebereich bislang in keiner Weise erreicht. Auf Online steckt also nicht die Qualität drin, die der Reputation der Medienmarke, die offline erarbeitet worden ist, entspricht.

Diese Studie ist – neben weiteren Vertiefungsanalysen – bereits im Jahrbuch 2011 Qualität der Medien publiziert worden (fög – Forschungsbereich Öffentlichkeit und Gesellschaft / Universität Zürich [Hg.]: Jahrbuch 2011 Qualität der Medien. Schweiz – Suisse – Svizzera. Basel: Schwabe, S. 408–432). 

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Bibliographische Angaben

Seitenanzahl 27 arabisch
Bindung E-Book
ISBN 978-3-7965-3224-5
Erscheinungsdatum: 25.09.2013

Autor/in

Mark Eisenegger ist Co-Leitungsmitglied des fög – Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft / Universität Zürich. Er ist Co-Autor des Jahrbuchs «Qualität der Medien. Schweiz – Suisse – Svizzera». Der Autor publiziert aktuell insbesondere zu wissenschaftlichen Fragestellungen aus den Bereichen Qualität der Medien, Wirtschaftssoziologie, Wirtschaftskommunikation und Organisationskommunikation.

Sibylle Oetiker war wissenschaftliche Mitarbeiterin am fög – Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft / Universität Zürich und Co-Autorin des Jahrbuchs «Qualität der Medien. Schweiz – Suisse – Svizzera», Ausgabe 2011. 

Mario Schranz ist Co-Leitungsmitglied des fög – Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft / Universität Zürich. Er ist Co-Autor des Jahrbuchs «Qualität der Medien. Schweiz – Suisse – Svizzera». Der Autor publiziert aktuell insbesondere zu wissenschaftlichen Fragestellungen aus den Bereichen Wirtschaftsöffentlichkeit, Onlinekommunikation, Crisis Communication, Corporate Reputation und Corporate Social Responsibility.