Schweizer Medien im Wahlkampf
Studien Qualität der Medien
Herausgegeben von fög - Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft
1/2012 Linard Udris

Schweizer Medien im Wahlkampf

Qualität der Medienbericherstattung vor den Eidgenössischen Wahlen

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Gerade im Vorfeld von Wahlen ist die Qualität der Medienberichterstattung für eine Demokratie entscheidend. Damit sich die Wählerinnen und Wähler ein differenziertes Bild machen und sich eine informierte Meinung für ihren Wahlentscheid bilden können, müssen Informationsmedien grundlegende Funktionen öffentlicher Kommunikation in demokratischen Gesellschaften erfüllen.

Diese Studie untersucht die Qualität der Berichterstattung im Wahlkampf. Zum einen liefert ein Blick auf die Wahlberichterstattung der letzten 50 Jahre umfangreiche Erkenntnisse. Zum anderen werden die Medienbeiträge zu den Eidgenössischen Wahlen 2011 einer vertieften Betrachtung unterzogen. Folgende Fragen werden beantwortet:

  1. Langzeitvergleich: Wie hat sich die Berichterstattung über die Eidgenössischen Wahlen in der Schweizer Presse seit den 1960er Jahren entwickelt? Welchen Einfluss haben situative Faktoren wie bspw. Kriege und Krisen auf das Gewicht der Wahlberichterstattung? Welche Rolle spielen die je nach Zeitraum und Zeitungstyp unterschiedlich ausgeprägten Medienlogiken? Verändern sich die Resonanzchancen für Parlamentswahlen zugunsten von Bundesratswahlen?

  2. Qualitätsaspekte: Führt die Boulevardisierung eines Mediums dazu, dass nur einigen wenigen (prominenten) Akteuren aus der Politik grosse Medienaufmerksamkeit zuteil wird? Wie unterscheiden sich ideologisch gebundene und ungebundene Medien in ihrer Wahlberichterstattung?

 

Hauptbefunde: Die Bundesratswahlen werden in der Langzeitbetrachtung zunehmend intensiver thematisiert. Die Parlamentswahlen verlieren dagegen – relativ betrachtet – an Bedeutung. Die Unterschiede zwischen den untersuchten Medientypen ergeben sich aus dem Grad der kommerziellen Orientierung einerseits und aus dem Grad der Nähe oder Distanz der Medien zu politischen Lagern andererseits. Den grössten Beitrag zur Berichterstattungsqualität leisten die Abonnementszeitungen, während die Newssites und besonders die Boulevard- und die Gratiszeitungen Qualitätsdefizite aufweisen.

Diese Studie ist – neben weiteren Vertiefungsanalysen – bereits im Jahrbuch 2012 Qualität der Medien publiziert worden (fög – Forschungsbereich Öffentlichkeit und Gesellschaft / Universität Zürich [Hg.]: Jahrbuch 2012 Qualität der Medien. Schweiz – Suisse – Svizzera. Basel: Schwabe, S. 293–315). 

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Bibliographische Angaben

Seitenanzahl 10 arabisch
Bindung E-Book
ISBN 978-3-7965-3227-6
Erscheinungsdatum: 25.09.2013

Autor/in

Linards Udris ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am fög – Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft und Lehrbeauftragter an der Universität Zürich. Er ist Co-Autor des Jahrbuchs «Qualität der Medien. Schweiz – Suisse – Svizzera» und publiziert zu wissenschaftlichen Fragestellungen aus den Bereichen politische Kommunikation, sozialer Wandel und Öffentlichkeitssoziologie.