Intuitive Erkenntnis
Zürcher Philosophische Vorträge
Herausgegeben von Wolfgang Rother
Bd. 4 Gottfried Gabriel

Intuitive Erkenntnis

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Intuition steht einerseits für Anschaulichkeit, andererseits für Unmittelbarkeit und dann auch für die Verbindung von beidem. Der Vortrag behandelt in erster Linie das Verständnis des Intuitiven im Sinne des Unmittelbaren. Von psychologischer Seite wird betont, dass intuitive «Bauchentscheidungen» häufig zuverlässiger seien als diskursive Begründungen. In erkenntnis- und wissenschaftstheoretischer Hinsicht steht damit insbesondere die Rolle der Logik auf dem Prüfstand.
Nach einem begriffsgeschichtlichen Überblick wird der Gegensatz zwischen intuitiver und diskursiver Erkenntnis an Beispielen aus Literatur, Kunst, Naturwissenschaft und Rechtswissenschaft untersucht, mit dem Ergebnis, dass der Gegensatz in ein komplementäres Verhältnis zu überführen ist. Es erweist sich, dass die Intuition auch in den Wissenschaften eine wesentliche Erkenntnisquelle mit Blick auf den heuristischen Entdeckungszusammenhang (context of discovery) ausmacht, die intuitiv gewonnenen Ergebnisse aber letztlich einer diskursiven Rechtfertigung im Rahmen des Begründungszusammenhangs (context of justification) bedürfen.

Bevorstehende Veranstaltungen

Bibliographische Angaben

Reihe Titel der Reihe - Zürcher Philosophische Vorträge
Seitenanzahl 19 arabisch
Bindung E-Book
ISBN 978-3-7965-3450-8
Erscheinungsdatum: 11.03.2015

Autor/in

Gottfried Gabriel, geb. 1943, Promotion 1972, Habilitation 1976 (Universität Konstanz), 1992 Professor für Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum, ab 1995 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (seit April 2009 im Ruhestand). Arbeitsgebiete: Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, Logik, Ästhetik, Sprachphilosophie.