Scham und Würde
Beiträge zu Friedrich Nietzsche
Herausgegeben von Andreas Urs Sommer
Bd. 21 Florian Häubi

Scham und Würde

Eine thematische Untersuchung zu Nietzsches "Jenseits von Gut und Böse"

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Für Nietzsche sind die metaphysischen Orientierungspunkte des menschlichen Selbstbewusstseins unter Generalverdacht geraten, ebenso wie die für ewig gehaltenen Werte, aus denen der Mensch den Glauben an seine Würde bezog. Angesichts der Unwürdigkeit des Menschen erhebt die Selbstverkleinerung der Moderne die Scham zum bestimmenden Grundgefühl, und das schambestimmte Bewusstsein richtet sich letztlich gegen die Moral selbst. Der damit angezeigte Immoralismus wagt einen freien Blick auf die Selbstherabsetzung des modernen Menschen und einen tapferen Ausblick auf einen möglichen Gegenentwurf zur modernen Selbstverkleinerung. Das Verhältnis des Menschen zu sich selbst neu zu bestimmen, diesen Versuch unternimmt Nietzsche anhand der Frage nach der Vornehmheit. Der Vornehme ist ohne jene Scham vor dem Menschen, zeichnet sich zugleich aber durch einen «Instinkt der Ehrfurcht» und Ehrfurcht vor sich aus.

Der Band bietet erstmalig eine umfassende Analyse der Schlüsselbegriffe Scham und Würde bei Nietzsche. So schliesst er zugleich an gegenwärtige ethische Debatten an.

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Bibliographische Angaben

Seitenanzahl 224 arabisch
Bindung Buch, Gebunden
ISBN 978-3-7965-3973-2
Erscheinungsdatum: 22.07.2019

Autor/in

Florian Häubi hat Philosophie und Geschichte an der Eberhard Karls-Universität Tübingen, der Radboud-Universität Nijmegen und der Universität Freiburg i. Ue. studiert. Er war Diplomassistent am interdisziplinären Institut für Ethik und Menschenrechte und am Institut für Philosophie der Universität Freiburg i. Ue.