Herausgegeben von Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
Band I/24 Oliver Immel (Hg.)
Karl Jaspers
Die Atombombe und die Zukunft des Menschen
Neu
In einer Zeit der bedrohlichen Zuspitzung des Kalten Krieges, des atomaren Wettrüstens der Großmächte und hitziger Debatten nahm Jaspers mit Die Atombombe und die Zukunft des Menschen 1958 als einer der wenigen Philosophen seiner Zeit ausführlich Stellung zur möglichen Selbstvernichtung der Menschheit.
Angesichts der Ausweglosigkeit bisherigen politischen Denkens im Umgang mit den Bedrohungen durch Atomwaffen und Totalitarismus arbeitet Jaspers als elementare Grundlage einer den Weltfrieden sichernden Ordnung heraus, dass es ein überpolitisches Ethos in jedem Einzelnen braucht, eine «Revolution der Denkungsart» und Abkehr vom Machbarkeits- und Nützlichkeitsdenken. Damit sperrt er sich gegen die Versuchung, den Diskurs durch vermeintlich einfache Lösungen zu beruhigen und von der existentiellen Betroffenheit des Einzelnen zu entkoppeln. Mit dem Fokus auf die Fragen «Was kann ich tun?» und «Woraus lässt sich selbst noch im Scheitern Hoffnung schöpfen?» bildet dieses Buch, zusammen mit weiteren in diesem Band versammelten Texten, das vielleicht eindrucksvollste Zeugnis für die politische Tragweite des Jaspers’schen Entwurfs eines philosophischen Lebens, das Selbstsein, universelle Kommunikation, philosophischen Glauben und den weitesten Raum des Denkens verbindet. Die Zeitlosigkeit seiner philosophischen Äußerungen zeigt sich nicht nur in ihrer Anwendbarkeit auf sämtliche Untergangsszenarien der Menschheit. Vor allem führt sie vor Augen, wie unverzichtbar es auch heute ist zu fragen, «was es heißt, ein Mensch zu sein».
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Bibliographische Angaben
| Reihe | Karl Jaspers Gesamtausgabe |
|---|---|
| Seitenanzahl | 600 arabisch, 80 römisch |
| Bindung | Buch, Leinen mit Schutzumschlag |
| ISBN | 978-3-7965-5580-0 |
| Erscheinungsdatum | 12.10.2026 |