Halle als Ort der Unruhe
Wege der Aufklärung
Herausgegeben von Elisabeth Décultot, Weidner Daniel
Band 5 Elisabeth Décultot, Martin Mulsow, Dirk Sangmeister (Hg.)

Halle als Ort der Unruhe

Universität, Spätaufklärung und politische Konflikte

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Dieser Artikel erscheint am 14. September 2026 ca. 58.00 CHF Erscheint: 14.09.2026
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Wie tarierte sich das Verhältnis von Universität, Politik und Staat im Zeichen der Französischen Revolution neu aus? Dieser Frage geht der Band am Beispiel Halles nach. Zwischen Spätaufklärung, Geheimbund, Zensur und Repression treten bisher übersehene Akteure in den Blick: Freigeister, randständige Gelehrte und aufmüpfige Studenten, deren Biographien und Schriften die Universität als Laboratorium gesellschaftlicher und intellektueller Umbrüche sichtbar machen. Die Beiträge fragen nach Handlungsspielräumen und Grenzen akademischer Freiheit, nach den medialen Strategien religions- und herrschaftskritischen Denkens sowie nach den lokalen Konstellationen, in denen sich europäische Krisen- und Revolutionsdynamiken brechen. So entsteht ein Panorama der Hallenser Spätaufklärung, in dem sich Konflikte um Wissen, Autorität und öffentliche Meinung exemplarisch bündeln.

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Bibliographische Angaben

Reihe Wege der Aufklärung
Seitenanzahl 300 arabisch
Abbildungen 10 s/w
Bindung Buch, Gebunden
ISBN 978-3-7965-5609-8
Erscheinungsdatum 14.09.2026

Autor/in

Elisabeth Décultot ist Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Halle, Sprecherin des Graduiertenkollegs «Politik der Aufklärung» und Direktorin des Interdisziplinären Zentrums für die Erforschung der europäischen Aufklärung (IZEA) dieser Universität.

Martin Mulsow ist emeritierter Professor für Wissenskulturen der Europäischen Neuzeit an der Universität Erfurt und war bis 2026 Direktor des Forschungszentrums Gotha. Er ist Autor zahlreicher Bücher zur deutschen Aufklärung, u. a. Radikale Frühaufklärung in Deutschland (2018) und Aufklärungs-Dinge (2024).

Dirk Sangmeister arbeitet als Germanist an der Universität Jena. Er wurde promoviert mit der Monographie August Lafontaine oder Die Vergänglichkeit des Erfolges (1998) und veröffentlichte in der Folge u.a. die Studie Vertrieben vom Feld der Literatur – Verbreitung und Unterdrückung der Werke von Friedrich Christian Laukhard (2017).