Herausgegeben von René Wetzel, Hartmut Bleumer, Christine Putzo
Bd. 3 Adriano Montefusco
Vom Nachdenken über die Kunst zur Kunst des Denkens
Diagrammatisches Denken in Gottfrieds ,Tristan‘
NeuGottfrieds von Strassburg ‹Tristan› lässt sich auch als diagrammatischer Roman begreifen. Das zeigt dieses Buch: Es zeichnet nach, wie der einflussreiche Text über diagrammatische Zeichenprozesse einen Reflexionsmodus vermittelt, der nicht nur dem literarischen Stoff gerecht wird, sondern es auch dem intendierten Publikum ermöglichen soll, eine bestimmte Haltung im Umgang mit der Komplexität der Minnethematik und des Lebens generell einzuüben. Die reflexiven Passagen des Romans, Gottfrieds Nachdenken über die Kunst und sein Verweigern der klassischen Descriptio münden in die erzählerische Aufspaltung von Figuren, Objekten und Erzählpassagen, die dadurch zu Divisionsdiagrammen werden. Vom Erzähler und vom Publikum manipuliert, werden diese erzählten und imaginierten Diagramme epistemologisch nutzbar und vermitteln eine Kunst des Denkens, die weit über das Literarische hinausreicht.
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Bibliographische Angaben
| Reihe | significatio · Beiträge zur Bedeutungsbildung in vormodernen Texten |
|---|---|
| Seitenanzahl | 320 arabisch |
| Abbildungen | 6 farbig |
| Bindung | Buch, Gebunden |
| ISBN | 978-3-7965-5569-5 |
| Erscheinungsdatum | 12.10.2026 |